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Impuls – Wer mich liebt, hält fest an meinem Wort (Joh 14, 23)

Letztes Wochenende habe ich ein Jubelpaar besucht, das ihre eiserne Hochzeit gefeiert hat. Vor 65 Jahren haben sie sich die gegenseitige Treue versprochen. Sie haben sich ihr Wort gegeben, füreinander da zu sein. Bisher ist es ihnen gelungen, das zugesagte Wort zu halten.
Am gleichen Tag feierte ein junges Paar ihre Hochzeit. Auch diese Brautleute versprechen sich die Treue. Anders, als beim Jubelpaar, die rückblickend sagen können, dass sie ihr Wort gehalten haben, weiß das junge Paar nicht, was die Zukunft ihnen bringen wird. Sie können nicht ahnen, ob es ihnen leicht oder auch mal schwer fallen wird ihr Versprechen einzuhalten.
Manchmal machen wir Zusagen, auf die andere sich verlassen. Z. B. bin ich dankbar für die Katecheten, die mir ihr Wort gegeben haben, mich in der Kommunionvorbereitung zu unterstützen. Ich kann mich auf die zugesagte Unterstützung verlassen.
Sicherlich gibt es auch manchmal Enttäuschungen. Wenn jemand uns seine Unterstützung zusagt, aber dann abspringt oder verhindert ist. Wer kann uns dann helfen?
Auf wen können wir uns dann verlassen?
Ich mache immer wieder die Erfahrung, dass ich mich auf Jesu Worte jederzeit verlassen kann. Er hat uns allen seinen Beistand zugesagt. Wir begegnen ihm in Wort, Schrift, Natur und Mitmenschen. Jesus möchte, dass wir uns auf sein Wort einlassen, dass er uns gegeben hat. Das Vertrauen auf seine Zusage, dass er es gut mit uns meint, will von uns eingeübt werden.
Jeden Morgen lese ich den Text vom Tagesevangelium und gehe mit den Worten, die mich ansprechen, durch den Tag. Ich denke in vielen Situationen über das gelesene Wort nach.

So beziehe ich die Gegenwart Gottes in meinen Alltag ein, welche ich als bereichernd empfinde.
Ich lade auch Sie ein, sich auf Gottes Wort einzulassen und daran festzuhalten. Es kann Ihrem Leben eine liebevolle Sichtweise ermöglichen.


Ihr
Diakon R. John