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"Hallo, ich bin der Neue"

Jan Schönthaler
Datum:
9. Sep. 2022
Von:
Redaktion

"Hallo, ich bin der Neue" sollte es wohl in etwa heißen. Mein Name ist Jan Schönthaler, ich komme aus Radom (Polen), wo auch weiterhin meine Eltern und Geschwister wohnen.

Seit dem 1. September bin ich bis zum nächsten Monat ( d.h. bis Joseph Francis kommt) das neueste Mitglied des Pastoralteams. Bin auch erst im Juni zum Priester geweiht worden und dementsprechend ziemlich am Anfang meiner Dienstzeit.

Dahinter steht aber eine gar nicht so ganz kurze Geschichte: Angefangen von meiner schwächelnden Beziehung zur Gemeinde als Jugendlicher, über einen Fallschirm der geistlichen Gemeinschaft (als ich gerade dabei war, aus der Pfarrei rauszufallen, hab ich da doch noch einen Platz für mich in der Kirche gefunden), dann kam der Anfang der Frage nach der Berufung. Es war beim Weltjugendtag in Köln 2005. Ich war von der Idee aber gar nicht so schnell überzeugt und bemühte mich eine Weile, es mir weg zu erklären.

2009 habe ich mich nach dem Abitur (Polnisch und Spanisch) dann schließlich in ein Missionarisches Seminar in Deutschland schicken lassen. Ich habe entdeckt, dass es der richtige Ort für mich war (obwohl ich zunächst dachte, ich würde es ein Jahr lang ausprobieren und dann eventuell aufgeben), und das Studium hat mich ja auch geprägt. Die Missionspraktika, die mich um die halbe Welt geführt haben – nach Brasilien, Italien, Südafrika, Vorpommern, Spanien, in die Schweiz und auch kurz in die Niederlande – prägten mich sogar noch mehr.

Es half mir und hilft mir weiterhin, meine Perspektive zu erweitern und zu entdecken, dass es bei aller kulturellen und lebensanschaulichen Vielfalt, auch Themen gibt, die uns allen nahekommen. Christus gehört meines Erachtens dazu.

Vor zwei Jahren fing dann für mich in Lohmar die direkte Weihevorbereitung an (es war der richtige Ort zur richtigen Zeit). Seit dem 24. Juni freue ich mich und staune über die Weihe.

Ich hoffe, dass wir auch weiterhin so intensiv aufeinander zugehen werden, wie jetzt in den ersten Tagen, wo ich sehr herzlich (und manchmal leicht ausfragend) empfangen wurde.

Ihr und Euer
Kaplan Jan Schönthaler